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Banken ziehen aus Angst vor Finanz-Klemme Milliarden aus den USA ab

In den USA tätige ausländische Banken haben in den vergangenen vier Wochen wahrscheinlich 339 Mrd. Dollar an Mittel aus dem Land abgezogen, erklärte Nomura Holdings Inc. in New York. Hintergrund: Finanzierungsengpässe bei den europäischen Banken.

Insgesamt dürften die Bestände dadurch um etwa 38 Prozent auf 550 Mrd. Dollar geschrumpft sein, erklärte Jens Nordvig, Managing Director für Devisenanalyse bei Nomura. Vor der Krise 2008 verfügten die Banken im Schnitt lediglich über Rücklagen von etwa 50 Mrd. Dollar, 2010 waren es jedoch bereits 400 Mrd. Dollar, fügte er hinzu.

“Die Krise, in der wir uns zurzeit befinden, ist sehr ernst”, sagte Nordvig im Interview mit Bloomberg News. “Ich rechne nicht mit einer sofortigen Dollar-Knappheit. Aber wenn wir diesen Trend hochrechnen, bedeutet es, dass wir in zwei bis vier Wochen sicherlich eine haben werden.”

Am Donnerstag waren die Kurse europäischer Banken deutlich eingebrochen. Einige Marktteilnehmer befürchteten, den europäischen Banken könne das Geld ausgehen.

Erst am Mittwoch hatte Lars Frisell, der Chefvolkswirt der schwedischen Finanzaufsicht, erklärt, er befürchte eine neue Krise am Interbankenmarkt. Die einheimischen Banken müssten deshalb ihre Vorbereitungen verstärken, um für einen Ausfall der Finanzierungsmöglichkeiten gerüstet zu sein.

“Für einen Zusammenbruch des Interbankenmarktes braucht es nicht viel”, sagte Frisell in einem Interview mit Bloomberg News. “Im Augenblick ist die Lage nicht so ernst, aber es fühlt sich an, als könne sich das sehr leicht ändern und als könne eine völlige Starre eintreten.”

(Bloomberg)

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