Novartis sieht sich nach kleineren Zukäufen um - Kein Kommentar zu Intercell
Novartis sieht sich weiterhin nach kleineren Zukäufen um. Das sagte CEO Joseph Jimenez (im Bild) am Dienstag anlässlich der Präsentation der Q2-Zahlen. Er lehnte allerdings einen Kommentar ab, ob der Pharmariese am Tiergesundheits-Geschäft von Pfizer oder am österreichischen Impfstoffhersteller Intercell interessiert ist. "Unsere Priorität ist die Verringerung der Schulden. Daher sind wir sehr diszipliniert," so Jimenez im Conference Call laut Bloomberg.
Für Novartis-Dimensionen wäre Intercell freilich ein kleinerer Zukauf. Die jüngste Akquisition des Augenspezialisten Alcon liessen sich die Schweizer immerhin knapp 39 Mrd. Dollar (für 77%) kosten. Zum Vergleich: Intercell kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 137 Mio. Euro.
Novartis hält knapp 15% an Intercell. Seit das österreichische Biotech-Unternehmen einige Rückschläge und einen Vertrauensverlust bei Investoren zu verkraften hat, ist eine Übernahme durch Partner Novartis zumindest wahrscheinlicher geworden. "Auch wenn wir in unserer Bewertung derzeit kein M&A-Potenzial berücksichtigen, ist es derzeit wahrscheinlicher als je zuvor, dass Intercell von Novartis übernommen werden könnte," hiess es etwa aus dem UBS-Research.
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