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Stabel: Morning News: Daimler, Praktiker, Dt. Börse, Heideldruck, Morphosys, Samsung, Microsoft, Motorola, Sprint Nextel
Autos
Dank der boomenden Autokonjunktur dürfte auch Daimler nach Expertenmeinung glänzende
Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Die acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX
befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem Anstieg der Konzernerlöse um 16 Prozent im
Vergleich zur Vorjahresperiode auf 24,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) sehen die Experten von 1,2 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro anschwellen. Daimler
profitiert vom allgemeinen Trend, dass Autos höherwertig ausgestattet werden und vor allem in
China in erster Linie Wagen vom oberen Ende der Modellpalette nachgefragt werden.
Einzelhandel
Die Baumarktkette Praktiker ist Analysten zufolge schwach in das Jahr gestartet. Die von dpa-
AFX befragten Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 687
Millionen Euro. Beim Ergebnis dürfte Praktiker rote Zahlen schreiben. Der Konzern hat ein
Umbauprogramm gestartet, dass bis 2013 läuft und in diesem Jahr zu hohen
Sonderbelastungen führen wird. Operativ erwarten die Experten einen Verlust von 62 Millionen
Euro im ersten Quartal, der somit noch höher ausfallen wird als die 52 Millionen Euro des
Vorjahres.
Finanzdienstleister
Die Deutsche Börse erwartet nun ebenfalls höhere Synergieeffekte im Fall einer Fusion mit der
NYSE Euronext. Es werde nun mit Einspareffekten von 400 Millionen Euro jährlich gerechnet
statt mit den bislang berichteten 300 Millionen Euro, wie Vorstandschef Reto Francioni am
Donnerstag in Frankfurt sagte. Damit bestätigte er die Aussage von NYSE-Chef Duncan
Niederauer, der bereits zur 'Financial Times' (Montagausgabe) gesagt hatte, dass beide
Unternehmen nun eher Einspareffekte sähen, die näher an 400 Millionen als an 300 Millionen
Euro lägen.
Industrie
Heidelberger Druckmaschinen hat zum ersten Mal seit zwei Jahren operativ wieder schwarze
Zahlen geschrieben. Dank Einsparungen sei das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen im
Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende März) mit vier Millionen Euro wieder positiv, teilte das
Unternehmen am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Vor einem Jahr hatte hier noch
ein Verlust von 130 Millionen Euro gestanden.
Pharma
Für das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys hat sich die Forschungskooperation mit dem
schweizerischen Pharmakonzern und Anteilseigner Novartis
Experten zufolge auch im ersten Quartal ausgezahlt. Der Umsatz hat sich nach Einschätzung
von Analysten in den ersten drei Monaten auf 47,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt, während
der Gewinn auf 19,1 Millionen Euro in die Höhe geschnellt sein könnte (VJ: 3,2).
Technologie
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch
von 30 Prozent verzeichnet. Von Januar bis März verdiente Samsung 2,78 Billionen Wong (1,7
Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Seoul mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte
der Nettogewinn bei 3,99 Billionen Wong gelegen. Der Umsatz im diesjährigen ersten Quartal
stieg um 6,8 Prozent auf 36,99 Billionen Wong. Das südkoreanische Unternehmen ist der
weltgrößte Hersteller unter anderem von Speicherchips und liegt bei Mobiltelefonen an zweiter
Stelle.
Der Softwarekonzern Microsoft hat die schwächelnden Verkäufe von neuen Computern gut
weggesteckt. Die starke Nachfrage nach der Bürosoftware Office 2010, der Spielekonsole Xbox
360 und der dazugehörigen Bewegungssteuerung Kinect glichen die geringere Nachfrage nach
dem Betriebssystems Windows 7 mehr als aus.
Der Handy-Hersteller Motorola hat im ersten Quartal von guten Smartphone-Verkäufen und der
Einführung seines ersten Tablet-Computers profitiert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro). Allerdings
reichte das Wachstum nicht aus, um Geld zu verdienen. Immerhin konnte Motorola den Verlust
von 212 Millionen auf 81 Millionen Dollar eindämmen.
Telekom
Sprint Nextel) verteuerten sich gestern um 6,3 Prozent. Der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in
den USA konnte im ersten Quartal dank Erfolgen bei der Kundengewinnung den Verlust
halbieren und die Erwartungen der Analysten übertreffen.