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Stabel: Morning News: Daimler, Ford, Conti, Deutsche Börse, ThyssenKrupp, Henkel, Infineon

Autos Daimler will seine Autos in den nächsten Jahren deutlich sparsamer machen. Bis 2012 soll der Flotten verbrauch im Einklang mit der europäischen Vorgabe auf unter 140 Gramm CO2 pro Kilometer sinken, sagte Forschungsvorstand Thomas Weber am Dienstag in Berlin. Derzeit komme die Pkw-Flotte des Daimler-Konzerns in Europa auf 158 Gramm CO2 pro Kilometer. China wird für den Automobilkonzern Daimler immer wichtiger. 2015 wollen die Stuttgarter - konservativ gerechnet - etwa 300.000 Pkw mit dem Stern in der Volksrepublik ausliefern. Das wäre eine Verdoppelung gegenüber 2010. Der US-Autobauer Ford erwartet im Zuge der Erdbebenkatastrophe in Japan mögliche Belastungen für das Konzernergebnis. Für den Zeitraum von Ende April bis Mai diesen Jahres könnte es nach Einschätzung von Ford Motor bei einigen Produktionsniederlassungen bzw. Joint Ventures des Konzerns in der Region Asien/Pazifik zu Lieferengpässen bei verschiedenen Produkten und Komponenten kommen. Als Folge der Erdbeben-Katastrophe in Japan drosselt der Autobauer Toyota seine Produktion in Europa. In fünf europäischen Werken werde die Fahrzeugproduktion im April und im Mai an einigen Tagen vorübergehend ausgesetzt, teilte das japanische Unternehmen am Dienstag in Köln mit. Es gehe dabei um die Zeit von Gründonnerstag bis zum 2. Mai. Der Automobilzulieferer Continental will sich eine strategische Mehrheit an dem indischen Reifenhersteller Modi Rubber sichern. Die Gespräche für die Übernahme eines Anteils von rund 51% seien bereits fortgeschritten, wie die indische Zeitung "Mint" am Mittwoch unter Berufung auf zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet

Finanzdienstleister Bei der geplanten Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext dürfte die Finanzaufsicht BaFin nun das Zepter in der Hand haben. Wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag aus Kreisen erfuhr, sollen die Unterlagen für eine Fusion noch am selben Abend bei der Aufsicht ankommen. Sie muss nun zunächst einmal prüfen und gegebenenfalls ergänzende Unterlagen nachfordern. Sofern es keine grösseren Vorbehalte gibt, sollte der Vorgang nach spätestens 25 Arbeitstagen abgeschlossen sein.

Industrie ThyssenKrupp denkt einem Zeitungsbericht zufolge darüber nach, Konzerngesellschaften mit mehreren Milliarden Euro Umsatz zu verkaufen. In der Diskussion sei etwa die Trennung von der Bautechnik, die sich auf Hafen- und Spezialtiefbau verlegt hat, berichtete die "Financial Times Deutschland" laut Vorabbericht. Dieses Handelsgeschäft mit mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz sei sehr risikoanfällig. Erlöse aus den Verkäufen sollen in den Schuldenabbau und den Ausbau des Technologiegeschäfts fliessen.

Konsum Die Konsumgüter-Hersteller Unilever und Procter & Gamble müssen mit einer Kartellstrafe wegen Preisabsprachen bei Waschmitteln rechnen. Die EU-Wettbewerbshüter werden wahrscheinlich heute einen entsprechenden Beschluss verkünden. Henkel wird wohl straffrei ausgehen, weil das Unternehmen das Kartell angezeigt hatte.

Technologie Der Halbleiterhersteller Infineon hat seinen US-Konkurrenten Atmel wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt. Wie der Münchner Konzern mitteilte, sei die entsprechende Patentklage vor einem Bezirksgericht im Bundesstaat Delaware eingereicht worden. Infineon wirft Atmel vor, in elf Fällen US-Patente verschiedener Produkte wie etwa von Mikrocontrollern verletzt zu haben und will neben einer Unterlassungsverfügung auch Schadenersatz von Atmel haben. Über die Höhe der Forderung wollte ein Infineon-Sprecher in München allerdings keine Angaben machen.