, boerse-express

Gillinger: ATX - das ist heute zu beachten: Vom Atomstrom-Bordell, Zahlensichtungsproblemen und ungenügend kapitalisierten Banken

Heute erinnert die Verbund HV daran, warum das Unternehmen vor Fukushima keinen guten Credit am Markt hatte - eine deutliche Dividendensenkung nur knapp nach einer Kapitalerhöhung. Dazu ein entsprechendes Ergebnis und die nahe Zukunft wurde auch nicht in den rosigsten Farben gemalt. Aber dann kam eben Fukushima und alles mit zumindest einem grünen Anstrich war plötzlich en vogue. Rein persönlich finde ich Aktionen wie die gleichzeitig von Global 2000 gegen das „'Atomstrom-Bordell' stattfindende: Wo Verbund drauf steht, steckt die Atomlobby drin“ unnötig. Es gibt sicher schlimmere Sünder als ein Unternehmen, dass zu den grössten umweltfreundlichen Stromerzeugern Europas gehört. Auf 55 Cents lautet der Dividendenvorschlag, 1,25 waren es im Vorjahr. Ebenfalls zur HV lädt die TG Holding News gab es nach Börsesschluss von S&T. Diese wird das 2010er-Ergebnis nun am 30. Mai veröffentlichen (am 22. März wurde verlautbart, dass der bis dahin geltende 31. März auf unbestimmte Zeit verschoben wird): „In Anbetracht der Restrukturierung der S&T ist Zeit erforderlich, alle abschlussrelevanten Sachverhalte abschliessend beurteilen und in den Jahresabschluss 2010 aufnehmen zu können“, heisst es. Die für den 3. Juni 2011 vorgesehene HV wird erneut verschoben, auf den 1. Juli 2011. Bisher ging man von einer Verschiebung von 20. Mai auf eben den 3. Juni aus (die Sichtung der Zahlen scheint länger zu benötigen, als am 22. gedacht).

Das wichtigste Zahlenmaterial liefert knapp vor 14.00 Uhr aber JP Morgan, nach Alcoa zumeist die Nummer zwei unter den wichtigen Zahlenlegern. Apropos Banken: Die grössten US-Kreditinstitute sind laut Thomas Hoenig trotz der neuen Kapitalregeln nicht ausreichend auf eine mögliche neue Finanzkrise vorbereitet. Die Basel-III-Regeln genügen nicht, meint der Zinsfalke und Präsident der Fed von Kansas City, der aber mit Oktober aus Altersgründen aus dem Amt scheidet. ASML übernimmt den europäischen Part des Zahlenlegens.

An erwähnenswerten Makrodaten liefern die USA den EH-Umsatz für März um 14.30 Uhr. Alles unter einem Prozent müsste allein schon wegen der deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise (Tankstellen fliessen in die Berechnung mit einem Gewicht von rund zehn Prozent ein) als enttäuschend gelten (allein Benzin legte mehr als sieben Prozent zu), da sonst eigentlich weniger „echt“konsumiert werden würde. Was dann unterm Strich hiesse, dass die Amis ihr ganzes Plus verfahren. So sieht keine gesunde Entwicklung aus, beim Auspuff hinaus, eigentlich verpulvert. Weiters gibt es den sechswöchigen Konjunkturbericht der Fed, das Beige Book, den aber erst nach unserem Börseschluss. Aus der Eurozone kommt bereits um 11.00 Uhr die Industrieproduktion aus dem Februar. Nach den korrigierten 0,2 Prozent vom Vormonat wird diesmal ein Schub auf 0,8 erwartet. Dazu um 07.30 Uhr Frankreichs VPI im März, der sich nun auch hier anschickt, die EZB-Zielmarke von nahe aber unter 2,0 Prozent zu überschreiten.

schönen Tag

Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent.

8. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,42. 14. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,62. 21. Februar Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,53 Gewinn über beide Positionen 0,7 Prozent 15. März Kauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,60 16. März Verkauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,93 - Gewinn 7,2 Prozent. 6. April Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 6,62.





Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben.

Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.

Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).

Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.

Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.