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Raiffeisen-Börsenews: "Hausse kann noch andauern"
Den Freitag über warteten die Märkte mit Spannung auf den US-Arbeitsmarktbericht. Wirklich bewegend war dieser aber nicht. Der ATX schloss dennoch im Plus, dieses betrug 0,43 Prozent. Der Leitindex ging bei 2944 Punkten ins Wochenende. Auf Wochensicht konnte er sogar 1,89 Prozent zulegen. Die besten Werte am Freitag waren Wienerberger, RBI und Semperit, auf der Verliererseite fanden sich Post, Intercell und OMV.
Die Österreich-News detailliert:
- die Raiffeisen Bank International (RBI) kauft die polnische Polbank. RBI wird für den 70-Prozent-Anteil einen Barkaufpreis von 490 Millionen Euro (auf Basis der vereinbarten Parameter) bezahlen, fällig beim Closing. Verkäufer ist die griechische Eurobank EFG. Unmittelbar nach dem Erwerb von 70 Prozent an der Polbank werden Eurobank und RBI ihre Polbank-Anteile in die Raiffeisen Bank Polska S.A. (RBPL) gegen die Gewährung neuer Aktien einbringen. Die Eurobank EFG hält dann an der fusionierten Bank einen Anteil von 13 Prozent. "Die Übernahme wird also komplex ablaufen", sagt RBI-Sprecher Michael Palzer zum Börsenradio, "durch den Kauf der Polbank mit ihrem Retail-Fokus wird das bestehende Geschäft der Raiffeisen Bank Polska S.A. deutlich gestärkt" Eine Kapitalerhöhung sei in diesem Zusammenhang "auf weitere Sicht nicht geplant". Der Kaufpreis sei zudem wie erwähnt erst mit dem Closing fällig.
- die OMV verkauft 89 Prozent ihrer Heizöltochter OMV Wärme VertriebsgmbH an ein Konsortium unter der Führung des Lagerhauskonzerns RWA Raiffeisen Ware Austria. Die RWA Raiffeisen Ware Austria wird 51 Prozent halten, die Unser Lagerhaus Warenhandelsgesellschaft 27 Prozent und die BayWa Vorarlberg Handels GmbH 11 Prozent. Die OMV Refining & Marketing GmbH bleibt aber mit 11 Prozent beteiligt.
Helge Rechberger, Leiter der Aktienmarktanalyse von Raiffeisen Research, mit einem Wochenrückblick: Einerseits, so Rechberger, würden die Märkte nach wie vor von der sehr hohen verfügbaren Liquidität getrieben werden, zum anderen haben es zum Teil "extrem gute" Konjunkturdaten gegeben. So hätte gleich am Dienstag der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe mit einem kräftigen Anstieg auf 60,8 Punkte überrascht. "Höher lag dieses Stimmungsbarometer zuletzt im Mai 2004", merkt Rechberger an. Auch im Dienstleistungssektor scheine die Stimmung zumindest bei den Grossunternehmen inzwischen fast überschwänglich zu sein. "Der entsprechende ISM-Index legte im Januar merklich um 2,3 auf 59,4 Punkte zu und erreichte den höchsten Wert seit August 2005". In Summe würden die Einkaufsmanagerindices also ein fast schon euphorisches Bild der US-Konjunktur zeichnen.. Die aktuellen Niveaus seien äquivalent zu einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes zwischen annualisiert 4 % und 5 % p.q. "Ein solches konjunkturelles Tempo erwarten wir auf absehbare Zeit aber nicht", lautet Rechbergers Fazit.
Die Berichtssaison zum vierten Quartal, die in den USA bereits ihren Höhepunkt überschritten hat, liefere zudem recht erfreuliche Ergebnisse: rund 80 Prozent der berichtenden Unternehmen konnten mit ihren Gewinnen positiv überraschen. "Da kann die Hausse durchaus noch eine Zeit lang andauern".
Im internationalen Companyblock widmet man sich u.a. Daimler (EADS-Anteil soll veräussert werden), Lanxess (Brasilien-Investition), Repower (Umsatz- und Gewinnrückgang), Nordex (Grossaufträge) und der japanischen Stahl-Merger-Ideen.
Holger Scholze berichtet vom Frankfurter Parkett und geht u.a. auf Munich Re-Calls ein, auch die Deutsche Bank sei auf der Call-Seite gesucht.
Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International AG. Der Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten:
http://www.rbinternational.com/boersenews
Die Raiffeisen-Börsenews liefern Ihnen eine tägliche Zusammenfassung der Ereignisse an der Wiener Börse und an den wichtigsten europäischen Börsenplätzen. Der aktuelle Audio-Beitrag ist täglich nach Börseschluss, spätestens ab 19 Uhr, abrufbar.
Die Österreich-News detailliert:
- die Raiffeisen Bank International (RBI) kauft die polnische Polbank. RBI wird für den 70-Prozent-Anteil einen Barkaufpreis von 490 Millionen Euro (auf Basis der vereinbarten Parameter) bezahlen, fällig beim Closing. Verkäufer ist die griechische Eurobank EFG. Unmittelbar nach dem Erwerb von 70 Prozent an der Polbank werden Eurobank und RBI ihre Polbank-Anteile in die Raiffeisen Bank Polska S.A. (RBPL) gegen die Gewährung neuer Aktien einbringen. Die Eurobank EFG hält dann an der fusionierten Bank einen Anteil von 13 Prozent. "Die Übernahme wird also komplex ablaufen", sagt RBI-Sprecher Michael Palzer zum Börsenradio, "durch den Kauf der Polbank mit ihrem Retail-Fokus wird das bestehende Geschäft der Raiffeisen Bank Polska S.A. deutlich gestärkt" Eine Kapitalerhöhung sei in diesem Zusammenhang "auf weitere Sicht nicht geplant". Der Kaufpreis sei zudem wie erwähnt erst mit dem Closing fällig.
- die OMV verkauft 89 Prozent ihrer Heizöltochter OMV Wärme VertriebsgmbH an ein Konsortium unter der Führung des Lagerhauskonzerns RWA Raiffeisen Ware Austria. Die RWA Raiffeisen Ware Austria wird 51 Prozent halten, die Unser Lagerhaus Warenhandelsgesellschaft 27 Prozent und die BayWa Vorarlberg Handels GmbH 11 Prozent. Die OMV Refining & Marketing GmbH bleibt aber mit 11 Prozent beteiligt.
Helge Rechberger, Leiter der Aktienmarktanalyse von Raiffeisen Research, mit einem Wochenrückblick: Einerseits, so Rechberger, würden die Märkte nach wie vor von der sehr hohen verfügbaren Liquidität getrieben werden, zum anderen haben es zum Teil "extrem gute" Konjunkturdaten gegeben. So hätte gleich am Dienstag der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe mit einem kräftigen Anstieg auf 60,8 Punkte überrascht. "Höher lag dieses Stimmungsbarometer zuletzt im Mai 2004", merkt Rechberger an. Auch im Dienstleistungssektor scheine die Stimmung zumindest bei den Grossunternehmen inzwischen fast überschwänglich zu sein. "Der entsprechende ISM-Index legte im Januar merklich um 2,3 auf 59,4 Punkte zu und erreichte den höchsten Wert seit August 2005". In Summe würden die Einkaufsmanagerindices also ein fast schon euphorisches Bild der US-Konjunktur zeichnen.. Die aktuellen Niveaus seien äquivalent zu einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes zwischen annualisiert 4 % und 5 % p.q. "Ein solches konjunkturelles Tempo erwarten wir auf absehbare Zeit aber nicht", lautet Rechbergers Fazit.
Die Berichtssaison zum vierten Quartal, die in den USA bereits ihren Höhepunkt überschritten hat, liefere zudem recht erfreuliche Ergebnisse: rund 80 Prozent der berichtenden Unternehmen konnten mit ihren Gewinnen positiv überraschen. "Da kann die Hausse durchaus noch eine Zeit lang andauern".
Im internationalen Companyblock widmet man sich u.a. Daimler (EADS-Anteil soll veräussert werden), Lanxess (Brasilien-Investition), Repower (Umsatz- und Gewinnrückgang), Nordex (Grossaufträge) und der japanischen Stahl-Merger-Ideen.
Holger Scholze berichtet vom Frankfurter Parkett und geht u.a. auf Munich Re-Calls ein, auch die Deutsche Bank sei auf der Call-Seite gesucht.
Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International AG. Der Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten:
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