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Analyse der Woche: Deutscher Turbo für Kapsch
Auch wenn die Versorger bei Investoren in der Beliebtheitsskala derzeit relativ weit unten rangieren, auf Wochensicht hat der Verbund die Nase voran. Die Aktie legte rund 7% zu und damit fast doppelt soviel wie die zweitgereihte Erste Group. Der ATX selbst konnte sich nur mit Mühe mit einem positiven Vorzeichen ins Wochenende retten. Das stärker gespielte Defensiv-Motto ging auch für die Telekom Austria auf, die Aktie legte rund 1% zu.
Analysten-Updates standen hinter diesen Kursbewegungen nicht wirklich, auch wenn es für Verbund einige Kurszielanhebungen gab, etwa von UniCredit, Barclays oder Cheuvreux. Diese liegen allesamt aber unter dem Freitags-Schlusskurs von knapp 30 Euro. Die Aktie hat auch das durchschnittliche Kursziel von 27,7 Euro bereits deutlich hinter sich gelassen. Der Strompreis überschritt seit Anfang Dezember relativ konsequent die Marke von 50 Euro je MWh, was natürlich gut für die Kasse eines Verkäufers ist (während Einkäufer á la EVN darunter tendenziell leiden - auch wenn sie sich per Termingeschäft abgesichert haben). Beim Verbund kommen noch die jüngsten Überschwemmungen als "positiver" Faktor hinzu.
Den stärksten Kursschub der Woche erzeugte die Deutsche Bank mit ihrer Initial Coverage zu Kapsch TrafficCom. Die Aktie des Mautanbieters erlitt zur Wochenmitte einen Schwächeanfall und kam von 70 auf bis 63 Euro zurück. Hintergrund: Das Kapsch-Konsortium ist bei der Auftragsvergabe für ein Mautsystem in Frankreich nur an die dritte Stelle gereiht worden. "Kapsch ist im Vorfeld der Entscheidung favorisiert worden, und es ist beinahe eine kleine Überraschung, dass die Italiener den Zuschlag bekommen haben," meint Erste Group Analyst Daniel Lion.
Am Freitag gings aber wieder kräftig nach oben - um 7% auf über 68 Euro. Die Deutsche Bank Analysten sehen Potenzial bis 84 Euro (ebenso wie die Analysten der Erste Group). "Die Gruppe hat ein voll integriertes Geschäftsmodell, das kompetitive Stärke verspricht und unsere Gewinnschätzungen voraussagbar macht," heisst es in der Initial Coverage. Die EBIT-Marge sollte von 15% im Jahr 2010/11 auf 21% im Geschäftsjahr 2012/13 klettern.
Kräftig in die Tasten gegriffen haben die UniCredit-Analysten: Für die am Sonntag startende Investorenkonferenz wurden Bewertungen und Kursziele überarbeitet. Einen Überblick finden Sie hier:
http://www.boerse-express.com/cat/pages/932750/fullstory
Ein erholsames Wochenende!
Die Börse Express Redaktion kürt jeweils zum Wochenschluss eine "Analyse der Woche" bzw. geht auf bestimmte Analyse-Themen schwerpunktmässig ein. Dabei wollen wir rückblickend nochmals auf jene Reports hinweisen, die entweder deutliche Kursreaktionen ausgelöst, überraschende Aspekte oder neue Ansätze enthalten haben.
Die BE-Redaktion erhebt natürlich keinen Vollständigkeitsanspruch, wir können nur jene Analysen in unsere Überlegungen einbeziehen, von denen wir wissen. Auch wird die "Analyse der Woche" nie frei von subjektiven Einschätzungen sein. Aber das ist die Börse auch nicht.
A: http://www.boerse-express.com/chartcontest
D: http://www.boerse-express.com/play/quiz/start/chartcontestDE
US: http://www.boerse-express.com/play/quiz/start/chartcontestUS
Analysten-Updates standen hinter diesen Kursbewegungen nicht wirklich, auch wenn es für Verbund einige Kurszielanhebungen gab, etwa von UniCredit, Barclays oder Cheuvreux. Diese liegen allesamt aber unter dem Freitags-Schlusskurs von knapp 30 Euro. Die Aktie hat auch das durchschnittliche Kursziel von 27,7 Euro bereits deutlich hinter sich gelassen. Der Strompreis überschritt seit Anfang Dezember relativ konsequent die Marke von 50 Euro je MWh, was natürlich gut für die Kasse eines Verkäufers ist (während Einkäufer á la EVN darunter tendenziell leiden - auch wenn sie sich per Termingeschäft abgesichert haben). Beim Verbund kommen noch die jüngsten Überschwemmungen als "positiver" Faktor hinzu.
Den stärksten Kursschub der Woche erzeugte die Deutsche Bank mit ihrer Initial Coverage zu Kapsch TrafficCom. Die Aktie des Mautanbieters erlitt zur Wochenmitte einen Schwächeanfall und kam von 70 auf bis 63 Euro zurück. Hintergrund: Das Kapsch-Konsortium ist bei der Auftragsvergabe für ein Mautsystem in Frankreich nur an die dritte Stelle gereiht worden. "Kapsch ist im Vorfeld der Entscheidung favorisiert worden, und es ist beinahe eine kleine Überraschung, dass die Italiener den Zuschlag bekommen haben," meint Erste Group Analyst Daniel Lion.
Am Freitag gings aber wieder kräftig nach oben - um 7% auf über 68 Euro. Die Deutsche Bank Analysten sehen Potenzial bis 84 Euro (ebenso wie die Analysten der Erste Group). "Die Gruppe hat ein voll integriertes Geschäftsmodell, das kompetitive Stärke verspricht und unsere Gewinnschätzungen voraussagbar macht," heisst es in der Initial Coverage. Die EBIT-Marge sollte von 15% im Jahr 2010/11 auf 21% im Geschäftsjahr 2012/13 klettern.
Kräftig in die Tasten gegriffen haben die UniCredit-Analysten: Für die am Sonntag startende Investorenkonferenz wurden Bewertungen und Kursziele überarbeitet. Einen Überblick finden Sie hier:
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Ein erholsames Wochenende!
Die Börse Express Redaktion kürt jeweils zum Wochenschluss eine "Analyse der Woche" bzw. geht auf bestimmte Analyse-Themen schwerpunktmässig ein. Dabei wollen wir rückblickend nochmals auf jene Reports hinweisen, die entweder deutliche Kursreaktionen ausgelöst, überraschende Aspekte oder neue Ansätze enthalten haben.
Die BE-Redaktion erhebt natürlich keinen Vollständigkeitsanspruch, wir können nur jene Analysen in unsere Überlegungen einbeziehen, von denen wir wissen. Auch wird die "Analyse der Woche" nie frei von subjektiven Einschätzungen sein. Aber das ist die Börse auch nicht.
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