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China gibt dem Euro einen Schub

Der Euro hat sich am Dienstag an den Devisenmärkten deutlich erholt. Die Gemeinschaftswährung gewann gegenüber 14 der 16 weltweit meistgehandelten Devisen an Wert. Chinas Vizepremierminister Wang Qishan hatte am Dienstag erklärt, dass China "konkrete Schritte" ergriffen habe, um einigen EU-Mitgliedsstaaten bei der Bewältigung der Schuldenkrise zu helfen, berichtet Bloomberg.

Die Äusserungen des Vizepremiers bei eintägigen Gesprächen von Wirtschafts- und Handelsvertretern Chinas und der EU, dem sogenannten High-Level Economic & Trade Dialogue, nährten die Zuversicht, dass Europa die Schuldenkrise meistert und die Attraktivität als Investitionsstandort zunimmt.

"Die Kommentare wären ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Euro, wenn die Unterstützung aus Asien für EU-Staaten im nächsten Jahr anhält", sagte Kurt Magnus, Direktor Devisenverkäufe bei Nomura Holdings Inc. in Sydney. Es gebe viele Marktteilnehmer, die den Euro verkauften und ins kommende Jahr mit einer Leerverkaufs-Position als zentralem Bestandteil ihrer Strategie gehen wollten. Wenn aber China weiter die Region unterstütze, gebe es keine Chance, im Euro leerverkauft zu bleiben, fügte Magnus hinzu.

Trotz der Erholung des Euro blieben einige Marktteilnehmer aber auch skeptisch. Er rechne nicht mit einem Anstieg über 1,33 Dollar, sagte ein Händler in Tokio laut Reuters. "Ich denke, der Euro wird unter Druck bleiben", erklärte auch Währungsstratege Koji Fukaya von Credit Suisse. Mit Sorge schauen die Bösianer vor allem auf das Frühjahr, wenn Spanien 15 Milliarden Euro an Krediten zurückzahlen muss.

(Bloomberg/Reuters/red)