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Gillinger: ATX: Das ist heute zu beachten - Danke Ben

Ben Bernanke hat die Schleussen geöffnet. Billiges Geld fliesst in riskantere Assets, und wenn, dann gleich ordentlich. Junk-Bonds hatten gestern einen guten Tag. Istanbul lief besser als Prag. Auch der ATX hatte einen guten Tag. Plus 1,80 Prozent auf 2721,31 Punkte. Die USA liefen dann auch noch gut, da müsste in Japan schon viel passieren, um diesen Rückwind drehen zu können. Dort wurde die Notenbanksitzung extra eine Woche vorverlegt, um möglichst zeitnah auf den US-Entscheid reagieren zu können.

Die zahlenlegende Unternehmensfront ist relativ ruhig, zumindest nicht marktbeeinflussend: TG Holding lädt zur ao HV. Dazu Lafarge (HeidelbergCement schaffte gestern mit einer Gewinnverdoppelung eine mehr als positive Überraschung – was Wienerberger zuvor nicht gelungen ist), Royal Bank of Scotland und Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Fixe News gibt’s zu A-Tec. Dort beginnt um 10.00 Uhr die Prüfungstagsatzung zu einer Einigung über die Weiterfinanzierung der A-Tec-Anlagenbautochter AE&E. Angeblich sind sich die Verhandlungspartner sehr nahe. Laut Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) kann die Entscheidung “auch sehr kurzfristig” fallen.

Heute endet auch die Deadline für die Entscheidung Oleg Deripaskas über eine Rückkehr zur Strabag. Deripaskas Entscheidung selbst gibt die Strabag erst am kommenden Montag bekannt. Und beim Verbund soll die Aufsichtsratssitzung CEO Anzengruber zur Durchführung der geplanten Kapitalerhöhung ermächtigen – wohl Formsache.

Echte Nebenfront, aber trotzdem:Die Verwertung des verbliebenen Vermögens der AvW geht weiter. Am 11. November kommen die Aktien von Binder+Co unter den Hammer. AvW hält 29 Prozent an dem steirischen Maschinenbauer. Das höchste bisher abgegebene Gebot entspricht dem Ausrufungspreis von 12 Euro je Aktie, sagten die Masseverwalter Ernst Malleg und Gerhard Brandl der APA. Das Papier kostet mehr als 15 Euro. Da muss die Aktie schon einiges an Zukunftspotenzial eingepreist haben. Schade, dass es für solche Fälle nicht einen Spezialfonds bei uns gibt, der situationsbezogen Geld einsammelt. Ein reizvolles Investment.

Deutschland bringt um 12.00 Uhr den Auftragseingang der Industrie im September. Erwartet wird eine deutliche Abschwächung des Aufschwungs von 3,4 von 0,4 Prozent.

Um 13.30 Uhr übernahmen die USA – der Arbeitsmarktreport für Oktober. Diesmal sollen 60.000 Stellen geschaffen worden sein, im September wurden noch 95.000 abgebaut. Die Arbeitslosenquote wird weiter mit 9,6 Prozent gesehen. Dazu der Immobilienmarkt, wo die Zahl der schwebende Hausverkäufe im September mit 3,0 nach 4,3 Prozent gestiegen sein soll.

schönes Wochenende

PS: Hinweis in eigener Sache. Der Börse Express arbeitet an einem Spezial zur Wertpapier-KESt. In wenigen Stunden Online. Wie ist Ihre Meinung zu der Steuer. Mailen Sie mir doch bitte, mit Veröffentlichungserlaubnis. Je früher, desto besser. Denn: In wenigen Stunden Online. robert.gillinger@boerse-express.com

schönes Wochenende

Was bisher geschah: 25. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7%

Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben.

Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.

Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).

Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.

Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.