, boerse-express

Börse Frankfurt im Eröffnungshandel mit leichten Kursgewinnen

Die Frankfurter Aktienbörse tendierte am Freitag im frühen Geschäft aufgrund positiver Vorgaben aus Übersee mit etwas festeren Kursen. Der DAX gewann bis 10:00 Uhr 6,73 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 6.235,75 Zähler. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,27 Prozent auf 8.791,50 Punkte aufwärts Der TecDAX rückte um 0,31 Prozent auf 783,86 Punkte vor.

Börsianer sahen das Plus am Tokioter Aktienmarkt, der von Konjunkturdaten aus Japan profitierte, als einen Antriebsfaktor. Zudem gewann der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,34 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Die Nachrichtenlage ist indes zum Wochenausklang auf Unternehmensseite dünn. Für Bewegung könnten am Nachmittag neue Konjunkturdaten aus den USA wie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, der ISM-Index sowie die Konsum- und Bauausgaben sorgen.

Commerzbank-Aktien gewannen mit dem Markt 0,33 Prozent auf 6,100 Euro. Laut "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) wird der Aufsichtsrat des Finanzinstituts im Oktober zusammenkommen, um über eine Kapitalerhöhung noch in diesem Jahr zu beraten. Dabei zielt die Commerzbank der Zeitung zufolge auf einen Erlös von drei bis vier Milliarden Euro ab. Ein Börsianer sieht die Commerzbank indes wegen des noch zu niedrigen Aktienkurses nicht unter Druck eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Zudem habe der Vorstandsvorsitzender Martin Blessing vor einigen Tagen noch gesagt, dass es noch Monate bis zu einem solchen Schritt dauern könnte. Ferner erwarten Analysten dem Börsianer zufolge, dass die Bank 5 bis 15 Milliarden Euro frisches Geld aufnehmen dürfte, um die Staatshilfe zurückzuzahlen. Insofern wäre der in der FAZ genannte Schritt erst der Anfang. Den Kurseinfluss der Nachricht hält der Marktteilnehmer und auch ein anderer Händler für nur gering.

Deutsche Bank legten deutlichere 1,51 Prozent auf 40,750 Euro zu. Der Bezugsrechtshandel läuft aus und das hält Händlern zufolge die Aktien des deutschen Branchenprimus im Blick. Im Rahmen der laufenden Kapitalerhöhung bekommen Aktionäre für zwei Aktien eine neue zugesprochen. Falls sie diese nicht beziehen wollen, können sie das Recht dazu an der Börse verkaufen. Diese Bezugsrechte werden seit dem 22. September an der Börse gehandelt und wurden am Morgen in Stuttgart bei 3,84 Euro gehandelt.

BMW sorgten mit eine Rückrufaktion in den USA für Gesprächsstoff. Die Aktien gehörten mit einem Minus von 0,86 Prozent auf 51,00 Euro zu den schwächsten DAX-Werten. Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach der Münchener Autobauer etwa 200.000 Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Bremssystem zurückrufen muss. Finanziell dürfte sich das laut Heino Ruland von Ruland Research zwar kaum bemerkbar machen. Allerdings dürfte das Ansehen von BMW angekratzt werden und das drücke auf die Stimmung.

Brenntag standen mit einem Aufschlag von 2,30 Prozent auf 62,40 Euro an den MDAX-Spitze. Die Bank platziert insgesamt bis zu 11,0 Millionen Aktien des Chemikalienhändlers bei institutionellen Investoren. Die Anteile des Großaktionärs BC Partners, die bis zu 21,4 Prozent an dem MDAX-Unternehmen repräsentierten, würden im einem beschleunigten Bookbuildingverfahren platziert. Laut Händler sei erwartet worden, dass sich der Großaktionär direkt nach dem Ende der Lock-Up-Frist von Anteilen trennen würde. Am Markt wurde eine Spanne für den Platzierungspreis von 60,00 bis 60,75 Euro genannt.

Bei Tui sorgte eine Abstufung durch Morgan Stanley indes für Kursverluste von 1,63 Prozent auf 8,829 Euro. Der Aktienkurs habe sich relativ stark entwickelt und der implizite Wert der Beteiligung an der Reederei Hapag Lloyd habe sich ungefähr vervierfacht, schrieb Analyst Jamie Rollo. Sein Kursziel senkte er von 11,00 auf 10,00 Euro .