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Wall Street Update: Deutliche Verluste, US-Hausverkäufe gehen zurück

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen sind nach einem guten Start eingebrochen und melden inzwischen beträchtliche Verluste. Als Auslöser gelten die Zahlen zu den US-Verkäufen bestehender Häuser für August, welche unerwartet schlecht ausgefallen sind. Beim Dow Jones ist ein Minus von 0,55 Prozent auf 9.695,27 Punkte zu beobachten. Währenddessen verlieren der NASDAQ Composite 1,38 Prozent auf 2.102,38 Punkte und der S&P 500 1,00 Prozent auf 1.050,22 Zähler.

Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser hat sich im August verringert. Nach Angaben der National Association of Realtors verringerte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent auf 5,10 Millionen, wogegen Volkswirte einen Wert von 5,35 Millionen erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von 5,24 Millionen ausgewiesen worden. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 19. September 2009 verbessert. Nach Informationen des US-Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 21.000 auf 530.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 550.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 545.000 auf 551.000 nach oben korrigiert.

Gestern nach Börsenschluss haben Red Hat (+12,26 Prozent), Cintas (+ 4,34 Prozent), Bed Bath & Beyond (-4,46 Prozent) und Paychex (-5,80 Prozent) die Zahlen für das vergangene Quartal veröffentlicht. Der US-amerikanische Linux-Anbieter Red Hat konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 183,6 Mio. Dollar steigern. Der Nettogewinn nahm auf 28,9 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie zu, nachdem im Vorjahresquartal ein Nettogewinn von 21,1 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie erzielt worden war. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten belief sich das Nettoergebnis auf 16 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 15 Cents bei einem Umsatz von 179,1 Mio. Dollar gerechnet.

Der Umsatz von Cintas belief sich im ersten Quartal auf 891,6 Mio. Dollar, nachdem im Vorjahr ein Umsatz von 1 Mrd. Dollar erwirtschaftet worden war. Der Nettogewinn sank auf 54 Mio. Dollar bzw. 35 Cents je Aktie, nach 78,6 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der bereits zuvor bekannt gegebenen Kosten im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren lag das Ergebnis bei 66 Mio. Dollar bzw. 43 Cents je Aktie. Der Markt hatte mit einem EPS von 39 Cents bei einem Umsatz von 877,9 Mio. Dollar gerechnet.

Der Sanitärausrüster Bed Bath & Beyond hat für das zweite Fiskalquartal einen Anstieg des Umsatzes auf 1,92 Mrd. Dollar gemeldet, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Umsatz von 1,85 Mrd. Dollar erwirtschaftet worden war. Auf flächenbereinigter Basis verbuchte der Konzern einen Umsatzrückgang von 0,6 Prozent. Das Nettoergebnis stieg im zweiten Fiskalquartal auf 135,5 Mio. Dollar bzw. 52 Cents je Aktie, nach 119,3 Mio. Dollar bzw. 46 Cents je Aktie im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 47 Cents bei einem Umsatz von 1,91 Mrd. Dollar erwartet.

Paychex meldete für das erste Fiskalquartal 2010 einen Umsatz von 500,2 Mio. Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Umsatz von 534,1 Mio. Dollar erwirtschaftet worden war. Der Nettogewinn sank im Berichtszeitraum auf 123,6 Mio. Dollar bzw. 34 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 34 Cents je Aktie bei einem Umsatz von 503,2 Mio. Dollar prognostiziert.

Die Aktie von McCormick & Co. wird mit einem Abschlag von 2,01 Prozent gehandelt. Im dritten Quartal lag der Umsatz im Berichtszeitraum bei 791,7 Mio. Dollar, nach 781,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn konnte auf 75,1 Mio. Dollar bzw. 57 Cents je Aktie verbessert werden, nach 68,6 Mio. Dollar bzw. 52 Cents je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 54 Cents sowie einen Umsatz von 801,9 Mio. Dollar erwartet. McCormick & Co konkretisierte daneben die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr und geht nunmehr von einem Gewinn im Bereich von 2,26 bis 2,28 Dollar aus.

Der Grußkartenhersteller American Greetings hat für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg gemeldet. Demnach lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 23,1 Mio. Dollar bzw. 59 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 2,3 Mio. Dollar bzw. 5 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung positiver Einmaleffekte aus einem Versicherungsvergleich hatte der Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum bei 19 Cents gelegen. Der Umsatz verringerte sich auf 356,4 Mio. Dollar, nach 385,8 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktie von American Greetings springt um rund 28 Prozent.

Rite Aid konnte den Verlust im zweiten Geschäftsquartal dank Kosteneinsparungen deutlich reduzieren, hat jedoch für das Gesamtjahr den Ausblick gesenkt. Unternehmensangaben zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse auf 6,32 Mrd. Dollar, nach 6,50 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Daneben sank der Nettoverlust von 227,4 Mio. Dollar oder 27 Cents je Aktie auf nun 120,4 Mio. Dollar bzw. 14 Cents pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von -16 Cents und einen Umsatz von 6,40 Mrd. Dollar prognostiziert. Titel von Rite Aid büßen fast 12 Prozent ihres Werts ein.

Die Aktie von Steelcase verliert aktuell 5,68 Prozent. Das Ergebnis des US-amerikanischen Büromöbelherstellers ist im zweiten Quartal gesunken, was vor allem mit deutlich höheren Restrukturierungskosten und schwachen Umsätzen zusammenhängt. Demnach wurde beim jüngsten Ergebnis ein Break-Even erzielt, gegenüber einem Gewinn von 31,4 Mio. Dollar bzw. 23 Cents pro Aktie im Vorjahr. Dabei enthält das jüngste Ergebnis - neben einem Einmalertrag - Restrukturierungskosten in Höhe von 17,4 Mio. Dollar (Vorjahr: 9 Mio. Dollar). Der Umsatz verringerte sich um 36 Prozent auf 587,1 Mio. Dollar.

Der US-amerikanische Netzwerkausrüster 3Com (+3,97 Prozent) meldete, dass sein Gewinn im ersten Quartal deutlich eingebrochen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. So verbuchte der Konzern einen Nettogewinn von 7,5 Mio. Dollar bzw. 2 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 79,8 Mio. Dollar bzw. 20 Cents pro Aktie im Vorjahr. Dabei war im Vorjahresergebnis ein Einmalertrag in Höhe von 17 Cents pro Aktie aus einem Vergleich enthalten. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 8 Cents (Vorjahr: 11 Cents) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 15,2 Prozent auf 290,5 Mio. Dollar ab. (24.09.2009/ac/n/m)