Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis klar tiefer / Brent-Preis sinkt um mehr als drei Prozent auf 95,96 US-Dollar
Die Ölpreise haben am Mittwochvormittag eine deutlich schwächere Tendenz aufgewiesen. Wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs und der Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormuz liegen die Ölpreise weiter deutlich unter dem Niveau vom Ende vergangener Woche. Der Juli-Terminkontrakt über ein Fass der globalen Referenzsorte Brent gab um 3,33 Prozent auf 95,96 Dollar nach.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Brent liegt somit weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Wesentliche Neuigkeiten aus dem Nahen Osten gab es in der Nacht auf Mittwoch nicht.
Investoren setzen ungeachtet einiger militärischer Zwischenfälle weiter darauf, dass der Iran und die Vereinigten Staaten bei den Verhandlungen über einen Frieden bald einen Durchbruch erzielen. Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen.
Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Straße von Hormuz schon mehrere gegenseitige Angriffe. Die jüngsten Attacken sowie Israels Vorgehen im Libanon überschatten die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs. Pakistan vermittelt dabei zwischen den USA und dem Iran.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Der Korbpreis betrug am Dienstag 107,37 US-Dollar je Barrel. Am Montag hatte der Preis noch bei 112,38 Dollar tendiert. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis zeigte sich am Mittwochvormittag mit leichterer Tendenz. Am Vormittag wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.489,62 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,4 Prozent weniger als am Vorabend.
ste/ger