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Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,61 Prozent / Positive europäische Anlegerstimmung mit Aussicht auf ein vorsichtigeres Zinserhöhungstempo in den USA - Zahlen von Schoeller-Bleckmann (SBO), Immofinanz, UBM und CA Immo im Blick

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagmittag befestigt gezeigt. Der ATX steigerte sich um 0,61 Prozent auf 3.265,71 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen herrschte eine positive Anlegerstimmung vor. Unterstützend werteten die Investoren international das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank. Die Fed stellte ein darin vorsichtigeres Zinserhöhungstempo in Aussicht.

Zudem fiel des Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland am Vormittag besser als erwartet aus. Die Rezession in der führenden europäischen Volkswirtschaft dürfte weniger tief ausfallen als viele erwartet haben, hieß es. Im weiteren Handelsverlauf könnten die Impulse etwas fehlen, da die Wall Street wegen "Thanksgiving" geschlossen ist.

Auf Unternehmensebene rückten am heimischen Aktienmarkt Schoeller-Bleckmann (SBO), Immofinanz, UBM und CA Immo mit präsentierten Geschäftszahlen in den Fokus. Die SBO-Titel reagierten auf Ergebnisvorlage mit plus 0,3 Prozent. Die Analysten von der Ersten Group bewerteten die Drittquartalszahlen des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters als weitgehend im Rahmen der optimistischen Erwartungen. Umsatz und Ergebnis liegen nach 9 Monaten laut SBO auf den höchsten Werten für diese Periode seit zehn Jahren.

Immofinanz bauten ein deutliches Plus von 7,1 Prozent. Hier schreiben die Experten von der Erste Group von einem sehr starken Zahlenwerk des Immobilienunternehmens nach neun Monaten 2022. Die Immobilien-Gesellschaft wies für die ersten drei Quartale stabile Mieterlöse von 216,9 Mio. Euro aus. Das Konzernergebnis fiel hingegen um 15,9 Prozent auf 248,6 Mio. Euro. Der Portfoliowert habe sich bis Ende September 2022 um 6,5 Prozent auf EUR 5,5 Mrd. Euro erhöht und umfasst 260 Objekte.

UBM-Papiere verbilligten sich um 3,3 Prozent. Die Ergebnisse für das abgelaufene Jahresviertel entsprachen den Prognosen der Erste Group. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Immobilienkonzerns brach heuer in den ersten neun Monaten um 64 Prozent von 46,2 auf 16,6 Mio. Euro ein und der Nettogewinn um 60 Prozent auf 14,3 Mio. Euro.

CA Immo legten 1,4 Prozent zu. Die Mieteinnahmen stiegen in den ersten neun Monaten um 2,5 Prozent auf 158,1 Mio. Euro. Jüngste Portfolioerweiterungen und höhere Mieteinnahmen im Bestand konnten die Effekte aus Bestandsverkäufen mehr als ausgleichen. Der Konzerngewinn stieg um 40 Prozent auf 267,5 Mio. Euro.

Unter den Schwergewichten konnten Erste Group um 1,4 Prozent zulegen. Die Aktionäre von Raiffeisen Bank International mussten ein Minus von 0,5 Prozent verbuchen. Wienerberger gewannen um 0,9 Prozent und Verbund verbesserten sich ebenfalls um 0,9 Prozent.

ste/ger

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