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Devisen Wien (9.00) - Euro tendiert im frühen Handel tiefer / Inflationszahlen aus Eurozone im Fokus

Der Euro hat sich am Freitag in der Früh leichter gegenüber dem US-Dollar gezeigt. Die europäische Leitwährung notierte gegen 9.00 Uhr bei 1,0455 Dollar und damit unter dem Wert vom Vorabend bei 1,0481 Dollar.

Zuletzt war der Euro von der trüben Stimmung an den Finanzmärkten belastet worden. Hintergrund sind Befürchtungen, die Notenbanken könnten mit ihrem Kampf gegen die hohe Inflation eine wirtschaftliche Talfahrt auslösen. "Der Euro hat sich unter Schwankungen weiter abgeschwächt. Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen spielen eher dem US-Dollar in die Karten", hieß es dazu von den Experten der Helaba.

Auch zum Schweizer Franken hat der Euro nachgegeben. "Zur Stärke neigt derzeit der Schweizer Franken und so ist der Euro erstmals seit Anfang März unter die Parität gefallen. Bei zeitweise unter 0,9950 CHF wurde das vorläufig niedrigste Niveau seit Januar 2015 erreicht", schreiben die Devisenexperten der Helaba.

Die überraschende Zinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank vor gut zwei Wochen und die Aussicht auf weitere Maßnahmen hätten Spuren hinterlassen. "Fraglich ist, wann die Währungshüter der SNB eingreifen. Interventionen sind möglich, wenn der Franken "übermäßig" aufwertet. Es steht zu befürchten, dass Marktteilnehmer dieses "übermäßig" testen wollen. Vor diesem Hintergrund kann es mit dem Euro durchaus weiter nach unten gehen", so die Experten weiter.

Datenseitig stehen heute in der Eurozone die Verbraucherpreise für Juni, die am Vormittag veröffentlicht werden, klar im Fokus. Laut Helaba müssen die Marktteilnehmer mit einer rekordhohen Inflation in der Eurozone rechnen. "Während die Inflationszahlen auf die Notwendigkeit einer geldpolitischen Wende hindeuten, nehmen marktseitig die Konjunktursorgen zu", heißt es. Vor diesem Hintergrund steht am Nachmittag in den USA der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes im Mittelpunkt.

kat

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