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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

Lufthansa: Normalisierung des Flugbetriebs erst 2023

BERLIN - Die deutsche Lufthansa erwartet erst im nächsten Jahr eine Normalisierung des Flugbetriebs. "Eine kurzfristige Verbesserung jetzt im Sommer werden wir realistisch leider kaum erreichen können", sagte Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser der "Welt". Aktuell helfe nur, die Zahl der Flüge zu reduzieren. Das sei nicht nur ein deutsches Problem, sondern gelte für die ganze Welt. "Wir rechnen damit, dass sich die Lage 2023 insgesamt wieder normalisiert."

Südzucker-Chef erwartet höhere Zuckerpreise

MANNHEIM - Zucker wird nach Auffassung von Südzucker -Chef Niels Pörksen deutlich teurer werden. "Das ist heute schon sichtbar", sagte der Vorstandsvorsitzende der Tageszeitung "Mannheimer Morgen" (Samstag).

Hamburger Hafen fordert Aussetzung des Sonntagsfahrverbots für Lkw

HAMBURG - Die Chefin der Hamburger Hafen und Logistik AG hat wegen des Container-Staus ein Aussetzen des geltenden Fahrverbots für LKW an Sonntagen gefordert. "Unser Problem ist zurzeit, dass viele Firmen ihre Container nur langsam abholen. Früher standen die Container ein bis zwei Tage bei uns. Jetzt sind es fünf Tage und deutlich länger", sagte Angela Titzrath der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS"). Neben den Folgen der Pandemie und der temporären Blockade des Suez-Kanals Ende März 2021 habe auch der Krieg in der Ukraine eine direkte Auswirkung auf die Abholung von Containern in Hamburg: Es fehlen demnach 100 000 Lastwagenfahrer aus der Ukraine und Belarus.

Kosmetikkonzern L'Oreal sieht trotz Preissteigerungen keinen Absatzeinbruch

BERLIN - Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal sieht trotz Preissteigerungen weiterhin hohe Absätze. "In Deutschland boomt der Make-up-Markt seit einigen Wochen geradezu, also seitdem die Masken nicht mehr Pflicht sind", sagte das Vorstandsmitglied Alexis Perakis-Valat der "Welt am Sonntag". Zugleich steige der Durchschnittspreis. "Ähnliches sehen wir weltweit." Die Branche verkaufe sogar mehr als in den Monaten vor der Pandemie. Im Gegensatz zu Lebensmitteln sei die Frequenz, in der Kosmetik gekauft wird, niedrig. "Da ist der Druck zu sparen weniger hoch."

Jungheinrich: Trotz Krieg kein Bestellabriss - Auf Kurs zu Zielen 2025

HAMBURG/FRANKFURT - Der Gabelstapler-Hersteller und Kion -Rivale Jungheinrich glaubt trotz der Folgen des Ukraine-Krieges und der hohen Inflation an seine mittelfristigen Ziele. "Wir sehen uns aktuell weiterhin auf Kurs, die bis 2025 gesteckten Ziele zu erreichen", sagte Konzernchef Lars Brzoska der "Börsen-Zeitung" (Samstag). Bislang habe es trotz des Krieges in der Ukraine - anders als zu Beginn der Corona-Pandemie - keinen Abriss bei den Aufträgen gegeben.

ROUNDUP: 150 Jahre Schenker - DB-Tochter setzt nicht nur auf die Schiene

BERLIN - International war das heute zur Deutschen Bahn gehörende Logistikunternehmen Schenker von Anfang an. Der Schweizer Gottfried Schenker gründete seine Speditionsfirma am 1. Juli 1872 in Wien. Er setzte auf die Idee, Einzelsendungen auf langen Strecken wie von Wien nach Paris zu größeren Transporten zusammenzufassen. Zum Konzept gehörte auch, bei Bedarf verschiedene Verkehrsträger von der Bahn bis zum Schiff zu nutzen. Das Geschäftsmodell ist auch 150 Jahre nach der Gründung erfolgreich. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn hat zuletzt Rekordgewinne gemacht. Dennoch gibt es Diskussionen, ob der Konzern sich von der Logistiktochter trennen sollte.

Kreise: Waggonvermieter VTG könnte Besitzer wechseln - Bewertung über 5 Mrd Euro

FRANKFURT - Die auf Infrastrukturanlagen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Global Infrastructure Partners steht laut Insidern womöglich kurz vor einem milliardenschweren Kauf des Waggonvermieters VTG. Global Infrastructure Partners stehe vor einer Einigung mit der Infrastruktursparte der US-Bank Morgen Stanley auf eine Übernahme, die VTG mit mehr als 5 Milliarden Euro bewerten könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Es gebe auch andere Interessenten und die Sache sei noch nicht in trockenen Tüchern. Morgan Stanley hatte VTG 2018 für eine Bewertung von 1,5 Milliarden Euro übernommen und dann von der Börse genommen. Von beiden Finanzinvestoren gab es laut Bloomberg zunächst keinen Kommentar.

Adler Group verkauft Wohnungsbestand an Tochter Adler Real Estate

LUXEMBURG - Der angeschlagene Immobilienkonzern Adler Group verkauft im Zuge der angestrebten Vereinfachung der verschachtelten Unternehmensstruktur ein Immobilienportfolio an seine Tochter Adler Real Estate. Für das Bestandsportfolio mit rund 1400 Wohneinheiten in Berlin und einem Marktwert von 326 Millionen Euro per Ende März flössen unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen, Finanzverbindlichkeiten sowie latenten Steuern rund 275 Millionen Euro, wie die Adler Group am Freitagabend mitteilte. "Die Transaktion steht vor dem Hintergrund der Optimierung der Prozesse und Strukturen innerhalb der Adler Group", die nach den Anschuldigungen eines Leerverkäufersaktuell an der Verbesserung ihrer Transparenz und Unternehmensführung arbeite.

Clariant-Chef: schlankere Organisation und ergänzende Übernahmen im Fokus

MUTTENZ - Der Spezialchemiehersteller Clariant gibt sich diese Tage eine schlankere Organisation. "Mit dem neuen Betriebsmodell sollten wir nun richtig aufgestellt sein, um unsere Wachstumsstrategie umzusetzen", sagte Konzernchef Conrad Keijzer im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft".

Singulus in Schwierigkeiten - verschiebt Bilanz 2020 erneut

KAHL AM MAIN - Der Maschinenbauer Singulus muss die längst überfällige Vorlage seiner Jahresbilanz 2020 erneut verschieben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat zusätzliche Unterlagen angefordert, die das Unternehmen nicht in der geforderten Zeit liefern kann. Das teilte das unterfränkische Unternehmen am Freitag mit. Als neuer Veröffentlichungstermin ist nun der 23. Juli angepeilt.

Neue Daten zu Omikron-Impfstoffen - Unmut über Zulassungspraxis

MAINZ - Im Wettlauf mit dem mutierenden Coronavirus haben Hersteller aus ihrer Sicht positive klinische Daten zu angepassten Impfstoffen vorgelegt. So veröffentlichten Pfizer/Biontech und Moderna jüngst Ergebnisse, denen zufolge ihre angepassten Booster eine effiziente Immunantwort auch gegen die neueren Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 anregen.

Regierung kündigt Einsatz ausländischer Helfer an Flughäfen an

BERLIN - Die Bundesregierung will die angespannte Personalsituation an deutschen Flughäfen mit der Möglichkeit zur befristeten Anstellung ausländischer Hilfskräfte lindern. Dies sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der "Bild am Sonntag" ("BamS"). "Dabei wollen wir jede Form von Sozialdumping und Ausbeutung ausschließen. Die Arbeitgeber müssen Tariflohn zahlen und für die befristete Zeit anständige Unterkünfte bereitstellen."

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-Vor Steuererhöhung: E-Zigaretten-Nutzer kaufen noch mal groß ein°

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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AXC0061 2022-06-26/20:35

Relevante Links: Jungheinrich AG, Clariant AG, Deutsche Lufthansa AG, Adler Group SA, Südzucker AG, Singulus Technologies AG, Kion Group AG, L'Oréal S.A., Hamburger Hafen und Logistik AG

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