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Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis sinkt auf 109,40 Dollar / Ölpreis auf Ein-Monats-Tief - Goldpreis etwas schwächer

Die Ölpreise haben am Donnerstagvormittag leicht tiefer notiert. Am Vortag hatten sie bereits stark nachgelassen und sind dabei auf den Stand vom 18. Mai gerutscht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete kurz nach 11.00 Uhr 109,40 US-Dollar. Das ist um 0,12 Prozent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 0,23 Prozent auf 103,71 Dollar ab.

Die neuesten Preisnachlässe erfolgen jedoch auf hohem Niveau, so liegen die Ölpreise weiter deutlich über dem Niveau von vor dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und den darauf folgenden westlichen Sanktionen. Zuletzt wurden die Ölpreise jedoch wieder von Konjunktursorgen belastet, wie die Analysten der Helaba anmerkten. Durch die sinkenden Ölpreise kamen zuletzt auch die Mineralölaktien an den europäischen Börsen unter Druck.

Der Preis für ein Barrel OPEC-Öl wurde für Mittwoch mit 111,00 Dollar festgelegt, wie das OPEC-Sekretariat zuletzt mitteilte. Am Dienstag war der Preis noch bei 115,97 Dollar gelegen. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich am Donnerstagvormittag etwas schwächer. Kurz nach 11.00 Uhr wurde eine Feinunze (31,10 Gramm) in London mit 1.832,53 Dollar bepreist und dementsprechend mit einem Abschlag von 0,22 Prozent zum Vortag gehandelt.

Die Analysten der Commerzbank sehen einen möglichen Grund für die jüngste Preisschwäche bei der Anhörung des Fed-Chefs Powell vom gestrigen Mittwoch. Dort hatte er eine Zinserhöhung mit einem Schritt um 100 Basispunkte nicht ausgeschlossen. So würde die Fed alles tun, was notwendig ist, um die Preisstabilität wieder herzustellen. Da die Zinserwartungen des Marktes sich jedoch nicht verändert haben sieht Daniel Briesemann von der Commerzbank keine weitere Belastung des Goldpreises.

spa/ste

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