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ROUNDUP/Aktien New York: Dow im Minus - Steigende Ölpreise und Jobdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Donnerstag schwächer in den Handel gestartet. Die technologielastige Nasdaq allerdings erholte sich rasch und pendelte im frühen Handel dann richtungslos zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten. Wieder steigende Ölpreise, die zuvor stark unter Druck geraten waren, sowie schwächer als erwartet ausgefallene Beschäftigungsdaten aus dem Privatsektor im Mai drückten auf die Stimmung.

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,55 Prozent auf 32 631,35 Punkte und gab damit den dritten Handelstag in Folge nach. Ähnlich erging es dem marktbreiten S&P 500 , der nun 0,18 Prozent auf 4093,78 Punkte einbüßte. Der überwiegend mit Technologieaktien bestückte Auswahlindex Nasdaq 100 legte indes zuletzt um 0,22 Prozent auf 12 575,15 Zähler zu.

In der Privatwirtschaft der USA wurden laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im vergangenen Monat deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Der ADP-Bericht gilt als wichtiger Indikator für die am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten der Regierung.

Mit Blick auf die Ölpreise wurde kurz vor dem US-Börsenstart bekannt, dass sich die Europäische Union (EU) auf einen teilweisen Boykott von russischem Öl geeinigt hat. Das verlieh den Preisen am Ölmarkt neuen Aufwärtsschub, nachdem sie zuvor - angesichts des anstehenden Treffens des Ölkartells Opec+ - deutlich unter Druck geraten waren. Anleger hatten hier auf eine deutliche Ausweitung der täglichen Fördermenge spekuliert.

Tatsächlich wird die Fördermenge im Juli und August von 430 000 Barrel täglich im Juni auf dann 650 000 Barrel pro Tag erhöht, wie die Opec+ schließlich bekannt gab. Der Mitteilung war außerdem zu entnehmen, dass Russland trotz des angekündigten EU-Embargos auf russisches Öl auch weiterhin an den Fördervereinbarungen teilnimmt.

Im Dow zählten die Aktien von Microsoft zu den schwächsten Werten mit minus 2,5 Prozent. Ungünstige Wechselkurse stimmen den Softwarekonzern für das laufende Quartal vorsichtiger. Vor diesem Hintergrund wird nun mit zusätzlichen Belastungen von fast einer halben Milliarde US-Dollar beim Umsatz und einer Viertelmilliarde beim Gewinn gerechnet.

An der Nyse büßten zudem Ciena 6,2 Prozent ein, denn der Telekomkonzern enttäuschte mit seinen Margen und entsprechend auch dem Quartalsergebnis je Aktie. Für JPMorgan ist nun der Jahresausblick zentral und hier insbesondere die Prognose für das Umsatzwachstum.

Noch kräftiger abwärts ging es für die Anteile von Hewlett Packard Enterprise , die um 7,2 Prozent absackten. Das Informationstechnikunternehmen verfehlte im vergangenen Quartal die Gewinnerwartungen und senkte den Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr.

Dagegen sprangen die Aktien von Chewy um 16,6 Prozent hoch. Der Online-Händler für Haustierbedarf habe mit seinen Quartalszahlen die vorab gedämpften Erwartungen der Anleger übertroffen, schrieb Analyst Steven Shemesh von der kanadischen Bank RBC in einer ersten Reaktion./ck/he

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0285 2022-06-02/16:56

Relevante Links: Microsoft Corp., Ciena Corp., Chewy, Inc, Hewlett Packard Enterprise Company

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