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Devisen Wien (Früh) - Euro tendiert im frühen Handel etwas höher / Zinserhöhungserwartungen stützen Eurokurs - Impulse von Einkaufsmanagerindizes erwartet

Der Euro hat sich am Dienstag im Frühhandel mit Aufschlägen gegenüber dem US-Dollar gezeigt. Die europäische Leitwährung notierte gegen 9.00 Uhr bei 1,0707 Dollar und damit leicht über dem Wert vom Vorabend von 1,0697 Dollar. Der Euro profitierte zuletzt von Aussagen von EZB-Präsident Christine Lagarde, die im Kampf gegen die hohe Inflation ein baldiges Ende der Negativzinsen im Euroraum signalisierte.

"Ausgehend von den derzeitigen Aussichten werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, die negativen Zinssätze bis zum Ende des dritten Quartals zu beenden", kündigte Lagarde in einem von der Notenbank veröffentlichten Beitrag an. Die erste Zinserhöhung seit elf Jahren stellte sie für den Juli in Aussicht. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver.

Datenseitig stehen am Dienstag die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) aus der Eurozone, Deutschland und Frankreich im Fokus. Die Vorgaben - wie die ZEW-Umfrage und das ifo Geschäftsklima - waren zuletzt solide, schreibt die Helaba in ihrem Tagesausblick. "Sollte sich diese solidere Sicht der Unternehmen mit PMI-Werten weiterhin deutlich im Wachstumsbereich bestätigen und dies auch in Frankreich und der gesamten Eurozone gelten, würden die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der EZB wohl nochmals untermauert", so die Experten weiter.

In den USA stehen am Nachmittag die Neubauverkäufe im Fokus - auch in Übersee sind die Zinserhöhungserwartungen unverändert präsent: "Allerdings scheinen sich diese zuletzt auf dem erhöhten Niveau eingependelt zu haben und mit den heute anstehenden US-Neubauverkäufen wird sich daran wohl wenig ändern. Zum einen wird die Zahl leicht rückläufig erwartet, zum anderen ist diese selten von marktbewegendem Einfluss", so die Helaba im Vorfeld der Zahlen.

kat/ger

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