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Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,74 Prozent / Russland dreht Polen und Bulgarien den Gashahn zu - Telekom Austria nach Zahlen im Fokus

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch zu Mittag mit Aufschlägen präsentiert, allerdings sprachen Experten von einer Verunsicherung angesichts der wackeligen Energieversorgung aus Russland. Der Leitindex ATX notierte um 12 Uhr mit plus 0,74 Prozent bei 3.217,77 Einheiten. Der ATX Prime stieg um 0,65 Prozent auf 1.620,71 Zähler.

Themenschwerpunkt zur Wochenmitte ist, dass Russland wie angekündigt Polen den Gashahn zugedreht hat. Zudem wird der russische Staatskonzern Gazprom ab Mittwoch auch alle Gaslieferungen nach Bulgarien stoppen. Österreichische Gasimporte seien mehreren offiziellen Angaben zufolge nicht betroffen.

Unternehmensseitig rückten im Zuge der Berichtssaison Erstquartalszahlen der Telekom Austria in den Vordergrund, die am Vorabend publik gemacht worden waren. Das operative Ergebnis und der Nettoertrag sind dabei laut Experten der Erste Group über den Erwartungen ausgefallen, während auf Erlösebene die Zahlen die Schätzungen enttäuscht haben. Die Titel stiegen im Mittagshandel um 0,4 Prozent.

Der auf Büros und Hotels spezialisierte Immo-Entwickler Warimpex ist voriges Jahr indes in die Gewinnzone zurückgekehrt. Höhere Mieteinnahmen, Immo-Aufwertungen und Zuflüsse durch den Vollerwerb der Jupiter-Tower in St. Petersburg verhalfen zu besseren Ergebnissen. Erzielt wurden 12,0 Mio. Euro Nettogewinn, nach 31,1 Mio. Verlust im Jahr 2020. Die Wertpapiere wurden zur Wochenmitte allerdings noch nicht gehandelt.

Im Fokus stehen auch die Titel der Raiffeisen Bank International. So haben die Analysten der Deutschen Bank ihr Kursziel zuletzt von 28 Euro auf 13 Euro mehr als halbiert. Das Votum lautet weiter auf "Hold". Die Aktien gewannen 1,9 Prozent auf 10,4 Euro.

Hinsichtlich der anderen Banktitel steigerten sich die Wertpapiere der Erste Group um 0,4 Prozent. BAWAG konnten um 2,5 Prozent zulegen. Addiko sackten hingegen um 4,1 Prozent ab.

Vor dem Hintergrund des Gas-Lieferstopps-Russlands legten die OMV-Papiere zuletzt um unwesentliche 0,1 Prozent zu. Schoeller-Bleckmann verteuerten sich um 1,7 Prozent.

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