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Wiener Aktienmarkt vorbörslich höher erwartet / Risikobereitschaft laut Experten allerdings derzeit nicht besonders ausgeprägt - Russland stoppt Gaslieferungen an Polen und Bulgarien - Telekom-Austria-Zahlen im Fokus

Die Wiener Börse dürfte am Mittwoch höher in den Handel starten. "Die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten ist derzeit nicht besonders ausgeprägt", kommentierten die Experten der Helaba allerdings die Lage. Eine Indikation auf den heimischen Leitindex ATX notierte eine halbe Stunde vor Handelsbeginn um 0,4 Prozent höher.

Als wichtige Schlagzeile galt in der Früh, dass Russland wie angekündigt Polen den Gashahn zugedreht habe. Der tatsächliche Gasdurchfluss durch die Jamal-Pipeline von Belarus nach Polen lag um 04.07 MESZ bei null Kilowattstunden, wie Daten des Europäischen Netzes der Fernleitungsnetzbetreiber zeigen. Zudem wird der russische Staatskonzern Gazprom ab Mittwoch auch alle Gaslieferungen nach Bulgarien stoppen. Österreichische Gasimporte sind mit Hinblick auf die OMV nicht betroffen, teilte der heimische Erdöl- und Gaskonzern Bloomberg mit.

Erstquartalszahlen im Zuge der Berichtssaison präsentierte zur Wochenmitte die Telekom Austria. Das operative Ergebnis und der Nettoertrag sind laut Experten der Erste Group über den Erwartungen ausgefallen, während auf Erlösebene die Zahlen die Schätzungen enttäuscht haben.

Unterdessen dürften sich die Blicke am Mittwoch auch auf die Warimpex richten, die frische Zahlen vorlegen wird. Überdies halten Lenzing und Semperit am heutigen Handelstag ihre jährliche Hauptversammlung ab.

Im Fokus stehen auch die Titel der Raiffeisen Bank International. So haben die Analysten der Deutschen Bank ihr Kursziel von 28 Euro auf 13 Euro mehr als halbiert. Das Votum lautet weiter auf "Hold".

Am Dienstag hatte der ATX um 1,02 Prozent schwächer bei 3.194,05 Punkten geschlossen. Belastet wurde die Börse von der schwachen Stimmung an der Wall Street. Daran konnten auch aktuelle, eher gut ausgefallene heimische Konjunkturdaten nichts ändern.

Die größten Kursgewinner im prime market am Dienstag:

Schoeller-Bleckmann +3,96% 48,60 Euro
Addiko Bank         +1,85% 11,00 Euro
Strabag             +1,37% 37,00 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Dienstag:

Porr                          -5,19% 11,68 Euro
Raiffeisen Bank International -3,86% 10,20 Euro
Frequentis                    -3,33% 29,00 Euro

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