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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiterhin deutlich im Minus / Zinsängste belasten - Bankwerte unter Abgabedruck - Dünne Meldungslage

Die Wiener Börse zeigte sich am Freitagnachmittag weiterhin mit tieferen Notierungen. Der ATX kam von seinen Tiefstständen bei 3.787,57 Punkten zwar wieder etwas zurück, verlor aber dennoch bis 14,35 Uhr um 1,42 Prozent auf 3.810,28 Einheiten. Damit wurde die bereits drei Tage dauernde Aufwärtsrallye, der ein tiefroter Wochenstart vorangegangen war, vorläufig beendet. Auch der breiter gefasste ATX Prime fiel um 1,43 Prozent auf 1.908,17 Einheiten.

Vor allem die anhaltenden Zinsängste belasten weiterhin die Märkte. Derzeit werden am Markt fünf Zinsschritte der US-Notenbank Fed erwartet. Ob die Notenbank auf jeder der planmäßig noch sieben Zinssitzungen in diesem Jahr ihren Leitzins anheben könnte, hatte Fed-Chef Powell zuletzt offen gelassen. Viele Analysten rechnen schon bei der nächsten Sitzung der Notenbank am 16. März mit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte.

Konjunkturdatenseitig wurden in Europa Wachstumszahlen zum vierten Quartal veröffentlicht. Die spanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2021 gewachsen, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zum Vorquartal stärker als am Markt erwartet worden war. Auch das französische BIP kletterte etwas deutlicher als prognostiziert. In Deutschland hingegen gab das BIP zum Vorquartal nach, und das etwas deutlicher als erwartet.

Meldungsseitig blieb es in Wien weiterhin sehr ruhig, Impulse für Einzelwerte kamen aber von Analystenseite. Die Erste Group hat im Rahmen einer Sektorstudie zu CEE Banken das Kursziel für die Raiffeisen Bank International von 24,0 auf 34,0 Euro angehoben und das Rating "Buy" bestätigt. Zudem werden die Titel als "top pick" gelistet. Die Aktien gaben in einem schwachen Marktumfeld 1,67 Prozent auf 24,76 Euro nach.

Addiko Bank, die weiterhin mit "Accumulate" und einem Kursziel von 15,50 Euro eingestuft werden, rutschten um 6,54 Prozent auf 12,15 Euro ab. Auch die anderen Bankwerte mussten herbe Abschläge hinnehmen, bei der Erste Group ging es um 1,95 Prozent nach unten. BAWAG fielen um 1,03 Prozent.

Das Kursziel für Palfinger wurden von den Berenberg Analysten von 43,0 auf 37,0 Euro gesenkt, die Papiere werden aber weiterhin mit "Buy" empfohlen. Die Titel des Kranherstellers verloren 2,80 Prozent auf 29,55 Euro.

Unter den wenigen Kursgewinnern fanden sich Do&Co mit plus 1,16 Prozent, gefolgt von den Aktien der Post, die um 0,81 Prozent zulegen konnten.

kat/mik

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