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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet / ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland am Vormittag im Fokus - SBO dreht 2021 in die Gewinnzone

Nach dem sehr positiven Wochenauftakt dürfte es am Dienstag an der Wiener Börse zum Start wieder etwas nach unten gehen. Rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn deutete eine Bankenindikation auf den heimischen Leitindex ATX auf ein Minus von 0,54 Prozent. Auch der Frankfurter DAX und der Euro-Stoxx-50 wurden zuletzt vorbörslich schwächer erwartet.

Weiterhin prägen die anhaltenden Sorgen vor rascheren Zinsschritten der US-Notenbank zur Eindämmung der Inflation das Marktgeschehen. Das treibt auch weiterhin die Rendite für US-Staatsanleihen in die Höhe. Unter den Zinssorgen litten zuletzt besonders die wachstumsstarken Technologiewerte am Markt.

Am heutigen Dienstag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger am Vormittag auf die ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland. Laut den Experten der Helaba sind die Vorgaben dabei leicht positiv. So habe zuletzt die Sentix-Umfrage positiv überrascht und eine verbesserte Konjunkturperspektive angezeigt.

Im weiteren Handelsverlauf stehen dann Umfragewerte aus den USA im Blickfeld. Mit dem Empire-State-Index und dem NAHB-Housing-Index stehen zwei Indikatoren auf der Agenda, die einen ersten Eindruck von der derzeitigen Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe und am Häusermarkt geben. Zudem veröffentlicht die US-Großbank Goldman Sachs am Nachmittag ihre Quartalszahlen.

Bereits vor Handelsstart in Wien veröffentlichte hierzulande der Ölfeldausrüster SBO seine vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen ließ dabei den von der Coronakrise verursachten Rückschlag hinter sich und drehte in die Gewinnzone. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag demnach bei 28 Millionen Euro, im Vorjahr hatte man noch einen Verlust in der gleichen Höhe verbucht.

Am gestrigen Montag hatte der ATX um 1,68 Prozent höher bei 4.030,71 Punkten geschlossen. Zu den größten Gewinnern zählten neben den Papieren von Andritz (plus 5,96 Prozent) auch die Anteilsscheine von Mayr-Melnhof (plus 4,47 Prozent). Auch die Titel von SBO legten am Montag vor der heutigen Zahlenvorlage um über 3 Prozent zu.

Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:

Andritz                +5,96% 48,38 Euro 
Mayr-Melnhof           +4,47% 191,80 Euro
Vienna Insurance Group +4,07% 26,85 Euro 

Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:

Lenzing -4,04% 123,40 Euro
s Immo  -1,81% 21,70 Euro 
Porr    -1,62% 13,38 Euro 

pma/ger

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