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Wiener Börse 2 - Geldpolitik im Fokus, ATX gewinnt 1,1 % / Zinserhöhungserwartungen weiter bestimmendes Thema an den Märkten - Andritz stark gesucht

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit Gewinnen geschlossen. Der heimische Leitindex ATX beendete den Tag mit einem Plus von 1,11 Prozent auf 3.967,78 Punkte. Der ATX Prime stieg um 1,13 Prozent auf 1.987,85 Zähler. Nachdem die jüngsten Omikron-Ängste etwas in den Hintergrund getreten waren, blieb die Geldpolitik das bestimmende Thema an den Börsen.

Angesichts hoher Inflationsraten fürchten Marktteilnehmer gegensteuernde Zinserhöhungen vonseiten der Notenbanker. Positiv wurde an den Börsen daher aufgenommen, dass der EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Zinsängste etwas beschwichtigt hat.

"Wir sehen kein Verhalten, das darauf hindeutet, dass die Inflation mittelfristig über unserem Ziel bleiben wird", sagte Lane der italienischen Tageszeitung "Il Sole 24 Ore". Der US-Notenbankchef Jerome Powell hatte hingegen am Nachmittag in seiner Rede bestätigt, dass die Notenbank bereit steht, alle Instrumente im Kampf gegen die Inflation einzusetzen.

Wichtige Konjunkturdaten wurden am Dienstag nicht veröffentlicht, und auch kursrelevante Unternehmensnachrichten lagen nicht vor. Bei hohem Volumen gesucht waren Andritz und fanden sich mit einem Plus von 5,22 Prozent an der Spitze im prime market.

Gute Nachfrage gab es auch in Schoeller-Blackmann (plus 3,20 Prozent). Unter den weiteren Tagesgewinnern fanden sich Polytec (plus 4,45 Prozent) und Flughafen Wien (plus 3,33 Prozent). Die größten Verlierer im prime market waren EVN mit einem Abschlag von 1,34 Prozent. Verluste von um die ein Prozent verbuchten auch Mayr-Melnhof und die Aktien der Post.

mik/pma

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